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Albrecht von Brandenburg

Der Gegenspieler 

Albrecht von Brandenburg wurde am 28. Juni 1490 in Cölln an der Spree, heute Berlin, geboren. In Frankfurt an der Oder gründete er mit seinem Bruder 1506 die Universität, an der er auch studierte. Albrecht von Brandenburg trat in den geistlichen Stand ein und wurde bereits mit 23 Jahren Erzbischof von Magdeburg und Verwalter des Bistums Halberstadt, später Erzbischof und Kurfürst zu Mainz und schließlich Kardinal. Nach dem Papst war Kardinal Albrecht der höchste kirchliche Würdenträger im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“. Von 1514 bis zu seiner Vertreibung 1541 regierte er von seiner Residenz Moritzburg in Halle an der Saale. Sein aufwendiger Lebensstil, den er mit Einnahmen aus dem Ablasshandel finanzierte, veranlasste Martin Luther, die berühmten 95 Thesen zu verfassen. 

Kardinal Albrecht leitete Luthers Thesen zur Begutachtung und Entscheidung an die römische Kurie weiter. Er selbst bezog in dem konfessionellen Streit keine feste Position und duldete auch Freunde Luthers an seinem Hof. Erst seit dem Bauernkrieg im Jahr 1525 verbündete er sich mit antireformatorischen Fürsten. Als die Reformation auch Magdeburg, Halberstadt und selbst seine Residenz Halle erfasste, wurde er zu einem erbitterten Gegner der Reformation. Nach seiner Flucht aus Halle, residierte er in Aschaffenburg. Am 24. September 1545 verstarb Kardinal Albrecht im Alter von 55 Jahren in der Martinsburg zu Mainz. Er wurde unter der Westkuppel des Mainzer Doms beigesetzt.