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Dessau - Schloss- und Stadtkirche St. Marien

Die St. Marienkirche ist die älteste noch erhaltene Kirche der Stadt Dessau. Sie ist eng mit der Einführung der Reformation im Fürstentum Anhalt-Dessau verbunden. Ihre heutige Baugestalt verdankt die Kirche dem 16. Jahrhundert, als der Vorgängerbau abgerissen und 1506 der Grundstein für einen Neubau gelegt wurde. Ab September 1532 wirkte hier der auf Empfehlung Martin Luthers zum Hofprediger berufene Nicolaus Hausmann. 1534 wurde das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt und damit offiziell der Übertritt des Fürstentums zur Reformation besiegelt.

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Die St. Marienkirche wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Stadtsiegel des Jahres 1360 erscheint sie als romanische Basilika. Nach dem Ausbau der Stadt Dessau zur Residenz des Fürstentums Anhalt-Dessau Ende des 15. Jahrhunderts und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung, wurde die Kirche für die rasch wachsende Stadt zu klein. Fürst Ernst, seit 1474 Regent des Fürstentums, ließ die „ganz enge und baufällig[e]“ Kirche abbrechen und legte 1506 den Grundstein für einen Neubau, der fortan das sakrale Zentrum der Stadt bildete. Die Marienkirche war zugleich Stadtpfarrkirche sowie Hof- bzw. Schlosskirche, wobei Stadtpfarrer und Hofprediger nebeneinander wirkten.

Nach dem Tod von Fürst Ernst 1516 führte seine Ehefrau Fürstin Margarethe gemeinsam mit ihren Söhnen Johann, Georg und Joachim die Bauarbeiten weiter, die aber erst 1554 mit der Errichtung des dreigeschossigen Turmes zum Abschluss kamen. Schon im Oktober 1523 weihte Erzbischof Albrecht von Magdeburg und Mainz die noch nicht vollendete spätgotische Hallenkirche.

Zu dieser Zeit hatte sich die von Wittenberg ausgehende Reformation nicht nur im Kurfürstentum Sachsen ausgebreitet, sondern auch im benachbarten Zerbst sowie in den Fürstentümern Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg. Luther war in allen vier Gebieten aktiv an der Einführung der Reformation beteiligt, so auch in Anhalt-Dessau. Allerdings öffneten sich die Fürstenbrüder Johann, Georg und Joachim aus Rücksicht auf ihre altgläubige Mutter erst nach deren Tod 1530 der evangelischen Lehre. Durch persönliche Kontakte nach Wittenberg näherten sie sich Luther an. Fürst Georg, seit 1526 Domprobst zu Magdeburg und zunächst ein strikter Gegner der Reformation, gelangte durch seine intensive Auseinandersetzung mit dem protestantischen Schrifttum – insbesondere durch das Studium der vom Köthener Fürsten Wolfgang 1530 mit unterzeichneten Confessio Augustana – zu der Erkenntnis, dass Luthers Kritik an der katholischen Kirche berechtigt war. 15 Jahre später, im August 1545 ließ sich Georg von Martin Luther im Merseburger Dom zum „Beistand in geistlichen Angelegenheiten“ weihen. Seine umfangreiche Sammlung von Briefen und geistlicher Literatur wird heute als „Fürst-Georg-Bibliothek“ in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau-Roßlau aufbewahrt.

Die Hinwendung zum Evangelium im Fürstentum Anhalt-Dessau war nicht frei von Gefahren und geschah gegen den Widerstand des Erzbistums Magdeburg, des Kurfürstentums Brandenburg und des Herzogtums Sachsen. Luther ermunterte die Fürsten indes standhaft zu blieben und auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren. Er freue sich, schrieb Luther in einem Brief an die Fürsten, dass in ihrer Herrschaft endlich die kirchlichen Missstände beseitigt worden wären und dankte Gott dafür, den Brüdern dafür die Kraft gegeben zu haben.

Als der Hofprediger Peter Anspach im Frühjahr 1532 gegen das Abendmahl in beiderlei Gestalt predigte, wurde er von den Fürsten ermahnt. Anspach gab daraufhin sein Amt auf. Im September 1532 wurde auf Empfehlung Martin Luthers der aus dem sächsischen Freiberg stammende Nikolaus Hausmann (1479-1538) zum evangelischen Hofprediger bestellt. Er hatte in Leipzig Theologie studiert und danach als Pfarrer in Schneeberg und Zwickau gewirkt, wo er mit Bedacht und Vorsicht schrittweise die evangelische Lehre einführt und die Gottesdienstordnung geändert hatte. Luther beschrieb ihn als „ein treu Herz und sittig Mann, der Gottes Wort fein still und züchtig lehret und lieb hat.“ Am Gründonnerstag 1534, das heißt am 2. April, reichte Hausmann das Abendmahl erstmals unter beiderlei Gestalt. Auch Luther selbst hat im Sommer 1534, als er längere Zeit im Dessauer Schloss weilte und den von Schwermut befallenen Fürsten Joachim tröstete, vier Mal in der Marienkirche gepredigt. Für die Jahre 1540 und 1542 sind weitere Predigten Luthers in Dessau belegbar.

Die St. Marienkirche wurde ebenso wie das Residenzschloss beim Luftangriff auf Dessau am 7. März 1945 schwer getroffen und brannte völlig aus. Dabei gingen auch zahlreiche Kunstschätze verloren. Erhalten blieben glücklicherweise drei großformatige Tafelgemälde von Lucas Cranach d. Ä und Lucas Cranach d. J. Diese bedeutenden Werke waren im Krieg ausgelagert und sind heute in der St. Johanniskirche zu sehen. Die St. Marienkirche wurde nach 1990 wieder aufgebaut und dient heute als städtisches Kultur- und Veranstaltungszentrum.

Quellentexte

Brief Martin Luthers an die Fürsten Johann und Joachim von Anhalt vom 14. September 1532

Den dürchleuchtigen, Wohlgebornen fursten und herrn , herrn Johans und Joachim gebrudere, fursten zu Anhalt, grauen zu Ascanien und herrn zu Bernburg, meinen gnedigen herrn.

Gnad und friede ynn Christo! Durchleuchtigen, wolgebornen fursten, gnedigen herrn! Es kompt hie der frome Magister Nicilaus Hausmann, bey E.[euer] f.[ürstliche] g.[naden] das predigampt zu versuchen. Denselben befelh ich E.[euer] f.[ürstliche] g.[naden] vntertheniglich. Er ist ein traw hertz und sittiger man, der Gottes wort fein still und zuchtig leret und lieb hat. Christus, vnser herr, gebe seinen reichen segen dazu, das er viel frucht schaffe, Amen. Und bin ohn zweiuel, E.[euer] f.[ürstliche] g.[naden] werden sich gegen yhm wol wissen gnediglich zu erzeigen. Hie mit Gott befolhen, Und was mein arm gebet vermag, das sey E.[euer] f.[ürstliche] g.[naden] allzeit vntertheniglich zuuor. […] 1532

E.[euer] f.[ürstliche] g.[naden]
WilligeR
Martinus Luther D.

Quelle: D. Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe. Briefwechsel, Bd. 6. Weimar 1935, S. 355 f.


Literatur

D. Martin Luthers Predigten im Juli 1534 in Dessau. Aus Georg Rörers Nachschriften zum erstenmale herausgegeben von D. Dr. Georg Buchwald. Leipzig 1909.

Gerrit Deutschländer: Die Stadt- und Schlosskirche zu Dessau – ein Ort symbolischer Interaktion zwischen Hof und Bürgerschaft?, in: Dies. / Marc von der Höh / Andreas Ranft (Hrsg.): Symbolische Interaktion in der Residenzstadt des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit [Hallische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Bd. 9]. Berlin 2013, S. 199-219.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Die St. Marienkirche hat keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Sie kann zu Veranstaltungen und Konzerten besucht werden.

Kontakt

Stadt Dessau-Rosslau
Villa Krötenhof
Wasserstadt 50
06844 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 / 5169522
E-Mail: jks.krSoetenhHqof@desFnsauwebQ.de6Ll

  • 10. November 1483

    Luthers Geburtshaus in Eisleben

    Kurz vor Mitternacht kommt Martin im Haus seiner Eltern Hans und Margarethe Luder zur Welt.

  • 11. November 1483

    Kirche St. Petri und Pauli in Eisleben

    Martin Luther wird in dieser Kirche auf den Namen des Tagesheiligen Martin von Tours getauft.

  • Frühjahr 1484

    Luthers Elternhaus in Mansfeld

    Wenige Monate nach der Geburt Martins zieht die Familie Luder von Eisleben nach Mansfeld. Martins Vater Hans erwirbt dieses Haus und gelangt als Unternehmer zu Wohlstand und Ansehen.

  • Frühjahr 1484

    Stadtkirche St. Georg in Mansfeld

    Als Martin Luthers Eltern im Frühjahr 1484 von Eisleben nach Mansfeld ziehen, steht an dieser Stelle noch eine romanische Kirche. Martin Luther erlebt als Kind den Umbau dieser Kirche mit.

  • 12. März 1491

    Luthers Schule in Mansfeld

    Im Alter von sieben Jahren tritt Martin Luther in die Mansfelder Trivialschule ein, die er bis 1497 besucht.

  • Herbst 1508

    Lutherhaus Wittenberg

    Luther kommt das erste Mal nach Wittenberg. Er unterrichtet Philosophie an der 1502 gegründeten Universität und wohnt bei seinen Ordenbrüdern im „Schwarzen Kloster“.

  • Herbst 1508

    Lutherstein

    Der junge Augustinermönch und Theologiestudent Martin Luther wird von Erfurt an die Universität Wittenberg versetzt. Auf seinem Weg nach Wittenberg soll er diese Stelle passiert haben.

  • Sommer 1511

    Lutherhaus Wittenberg

    Luther siedelt endgültig nach Wittenberg über, damals eine Kleinstadt „am Ende der Zivilisation“. Er lehrt an der Universität und beginnt an der Stadtkirche zu predigen.

  • 22. Mai 1516

    St. Annenkloster Eisleben

    Anlässlich der Klosterweihe nimmt Luther gemeinsam mit Joahnn von Staupitz an der Fronleichnam-Prozession teil.

  • Juni 1516

    Klosterkirche St. Augustini in Magdeburg

    Auf seiner ersten Visitationsreise als Distriktvikar besucht Luther das Magdeburger Augustinerkloster.

  • Juni 1516

    Klusbrücke bei Wahlitz

    Nach seinem Besuch des Magdeburger Augustinerklosters überquert Luther auf seinem Rückweg nach Wittenberg die Klusbrücke.

  • 6. August 1516

    Kloster Himmelpforte

    Martin Luther besucht das Augustinerkloster Himmelpforte bei Wernigerode und trifft hier seinen geistlichen Mentor Johann von Staupitz.

  • 20. Juli 1519

    Lutherstein

    Im Sommer 1519 führte Martin Luther mit Johannes Eck ein theologisches Streitgespräch in Leipzig. Auf seinem Rückweg soll er hier von Wittenberger Studenten empfangen worden sein und gepredigt haben.

  • Oktober 1519

    Schloss Annaburg

    Im Oktober 1519 trifft Luther den päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz in Liebenwerda. Auf seiner Hin- und Rückreise macht Luther in Lochau Station.

  • 1520

    Franziskanerkloster Stein­Laussigk

    Eine Legende erzählt, Luther habe 1520 oder 1522 unter einer Linde in der Nähe des Klosters gepredigt.

  • 2. April 1521

    Lutherstein

    Luther bricht mit seinen Begleitern von Wittenberg zum Reichstag nach Worms auf. Einer Legende zufolge versuchte der Teufel Luther aufzuhalten indem er ihm einen Stein in den Schuh legte.

  • 4. April 1521

    Naumburg Markt 3

    Auf seinem Weg von Wittenberg zum Wormser Reichstag übernachtet Luther vom 4. zum 5. April in der Herberge „Zum großen Christoff“ am Markt.

  • 22. Mai 1522

    Zerbst

    Martin Luther predigt in der Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und vor Zerbster Bürgern. Mit seiner Predigt verhilft er der Reformation in Zerbst zum Durchbruch.

  • 24. April 1522

    Dorfkirche in Sachau

    Laut einer Überlieferung aus dem 17. Jahrhundert, weiht Martin Luther die Kirche und hält eine evangelische Predigt.

  • 24. Juni 1524

    Klusbrücke bei Wahlitz

    Luther wird nach Magdeburg gerufen. Auf seinem Weg, der von Wittenberg über Zerbst führt, benutzt der Reformator den Klusdamm.

  • 24. Juni 1524

    Klosterkirche St. Augustini in Magdeburg

    Martin Luther erreicht Magdeburg. Er wohnt bei seinen Ordensbrüdern, predigt und ist an der Auflösung des Augustinerklosters beteiligt.

  • 26. Juni 1524

    St. Johanniskirche in Magdeburg

    Martin Luther wird vom Magdeburger Bürgermeister Nikolaus Sturm in die Elbestadt gerufen und predigt in dieser Kirche.

  • Juni 1524

    Zerbst

    Nachdem Luther im Juni 1524 mehrere Tage in Magdeburg verbracht hatte, reiste er auf seinem Weg zurück nach Wittenberg auch über Zerbst.

  • Dezember 1524

    Schloss Pretzsch

    Luther traut den Schlossherrn Hans Löser mit Ursula von Porzig. Dabei sind auch Philipp Melanchthon, Nikolaus von Amsdorf sowie Justus Jonas anwesend.

  • 16. April 1525

    Bitterfeld Stadtkirche St. Antonius

    Luther begibt sich von Wittenberg auf eine Reise nach Eisleben. Bitterfeld ist die erste Station.

  • 17. April 1525

    Dorfkirche Seeburg

    Auf seinem Weg von Wittenberg nach Eisleben soll Martin Luther hier am zweiten Osterfeiertag gepredigt haben.

  • 21. April 1525

    Stolberg Kirche St. Martini

    Luther predigt und erhält vom Stadtrat Fränkischen Wein und Einbecker Bier als Geschenke.

  • 21. April 1525

    Stolberg Rittergasse 7

    Luther ist zu Gast bei seinem Freund und fernen Verwandten, dem gräflichen Rentmeister Wilhelm Reiffenstein.

  • 21. April 1525

    Stolberg Lutherbuche

    Martin Luther unternimmt, so berichtet es eine Legende, eine Wanderung auf den umliegenden Hügeln und vergleicht die Stadt mit einem Vogel.

  • 4. Mai 1525

    Schloss Seeburg

    Luther schreibt von hier an Johann Rühel, den Rat des Grafen Albrechts von Mansfeld. Er mahnt den Grafen, im Bauernkrieg hart durchzugreifen.

  • 5. Mai 1525

    Schloss Annaburg

    Kurfürst Friedrich der Weise stirbt im Alter von 62 Jahren auf seinem Jagdschloss Lochau, das sich an der Stelle des heutigen Schlosses Annaburg befand.

  • Dezember 1531

    Schloss Pretzsch

    Luther ist Gast bei Hans Löser. Von Kopfschmerzen geplagt, kann er nicht an einer Jagd teilnehmen. Er schreibt eine Auslegung des 147. Psalms, die er seinem Gastgeber widmet.

  • Februar 1532

    Lutherhaus Wittenberg

    Martin Luther erhält das ehemalige Klostergebäude von Kurfürst Johann dem Beständigen geschenkt. Mit dem Umbau zum Wohnhaus entsteht die Lutherstube.

  • Juni 1534

    St. Marienkirche Dessau

    Luther hält sich in Dessau auf und hält vier Predigten in der Kirche.

  • Juni 1534

    Johannbau in Dessau

    Luther weilt mehrere Wochen in Dessau, um den von Schwermut befallenen Fürsten Joachim zu trösten.

  • 18. Januar 1542

    Naumburg Markt 13

    Luther erreicht Naumburg und nimmt Quartier im Haus der Witwe des Stadtschreibers Ambrosius Dörffer am Markt.

  • 20. Januar 1542

    Dom St. Peter und Paul in Naumburg

    Nikolaus von Amsdorf wird von Martin Luther zum evangelischen Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz ordiniert.

  • 21. Januar 1542

    Hassel ­ Romanische Dorfkirche

    Auf seiner Reise von Naumburg nach Zeitz soll Luther hier gepredigt oder eine Gebetsstunde gehalten haben.

  • 21. Januar 1542

    Zeitz – Schloss Moritzburg

    Nikolaus von Amsdorf bezieht auf der Bischofsburg seine Residenz. Auf seinem Weg von Naumburg nach Zeitz wird er unter anderem von Martin Luther begleitet.

  • 21. Januar 1542

    Rathaus in Naumburg

    Nikolaus von Amsdorf nimmt als evangelischen Bischof die Huldigung des Naumburger Rates und der Bürgergemeinde entgegen.

  • 22. Januar 1542

    Zeitz – Klosterkirche

    Luther predigt in der überfüllten Kirche. Zwei Tag zuvor hatte er Nikolaus von Amsdorf in Naumburg zum evangelischen Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz ordiniert.

  • 22. Januar 1542

    Zeitz – Dom St. Peter und Paul

    Nikolaus von Amsdorf hält als evangelischer Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz in Anwesenheit von Martin Luther seine Antrittspredigt.

  • 11.-27. August 1544

    Zeitz – Schloss Moritzburg

    Luther besucht seinen Freund Nikolaus vom Amsdorf, um sich mit ihm über dessen schwierige Lage im Amt des evangelischen Bischofs von Naumburg-Zeitz auszutauschen.

  • 5. August 1545

    Merseburger Dom

    Martin Luther weiht den anhaltischen Fürsten Georg III. zum „Beistand in geistlichen Angelegenheiten“ des Bistums Merseburg und predigt mehrfach im Dom.

  • 24.-26. Dezember 1545

    Schloss Mansfeld

    Martin Luther hält sich zum letzten Mal auf dem Schloss Mansfeld auf. Zeit seines Lebens hatte er sich seinen Landesherren, den Graf von Mansfeld, verbunden gefühlt.

  • 23. Januar 1546

    Bitterfeld

    Auf seinem Weg von Wittenberg nach Eisleben übernachtet Luther in Bitterfeld.

  • 24. Januar 1546

    Landsberg ­ Doppelkapelle

    In der Nacht vom 24. zum 25. Januar 1546 soll Martin Luther mit seinen Söhnen und seinem Diener Ambrosius Rudtfeld in der Doppelkapelle übernachtet haben.

  • 28. Januar 1546

    "Kalte Stelle" bei Unterrißdorf

    Luther befindet sich auf dem Weg von Halle nach Eisleben und erleidet hier in Eiseskälte einen Herzanfall.

  • 15. Februar 1546

    Eisleben ­ St. Andreaskirche

    Von der noch heute vorhandenen Kanzel dieser Kirche hält Luther seine letzte Predigt, bevor er am 18. Februar 1546 in Eisleben stirbt.

  • 18. Februar 1546

    Eisleben ­ Markt 56

    Martin Luther stirbt in einem Haus am Markt. Durch eine Verwechslung geriet der tatsächliche Ort seines Todes in Vergessenheit.