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Sachsen-Anhalt

Luther was here

KNOWN AND UNKNOWN LUTHER PLACES
IN SAXONY-ANHALT

From Annaburg to Zerbst

Luther's Places

Martin Luther – Eisleben, Mansfeld and Wittenberg are inseparably intertwined with the life and work of Martin Luther. Luther was born and died in Eisleben. He spent his childhood in Mansfeld. He worked for almost 38 years as a Bible professor, preacher and Reformer in Wittenberg. But what do Naumburg, Merseburg and Zeitz; Dessau, Zerbst and Wörlitz; Stolberg (Harz), Annaburg and Prettin have to do with Luther? “Luther was here” is using the 500th anniversary of the Reformation as a reason to draw attention to all those places in Saxony-Anhalt where Martin Luther actually spent time, allegedly spent time and which are linked to the legends surrounding Luther.

This website offers you brief information, pictures and quotes sources on all of Luther’s places in Saxony-Anhalt. The maps help you to orientate. The chronology helps you to follow the journey of Luther from his birth to his death, and to put the different places into context. This creates a trail of places and stories which invite you to explore Saxony-Anhalt, the “Cradle of the Reformation”.

“Luther was here” is a project partnered by the State Office for the Preservation of Historical Monuments and Archaeology in Saxony-Anhalt and the Investment and Marketing Corporation of Saxony-Anhalt".

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Mythos / Legende
Kirche
Sonstiges
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Church
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Lutherstraße 7, 06343 Mansfeld-Lutherstadt

Mansfeld – Stadtkirche St. Georg

Am 10. November 1483 wurde dem Ehepaar Hans und Margarethe Luder in Eisleben ein Sohn geboren. Wenige Monate später zog die junge Familie mit dem kleinen Martin nach Mansfeld. Hier stieg Hans Luder als Hüttenmeister und Bergwerksunternehmer in die städtische Oberschicht auf. Er erwarb ein stattliches Anwesen und repräsentierte als „Vierherr“ die Bürgerschaft seines Stadtviertels. Sein Sohn Martin besuchte die Mansfelder Tivialschule, die sich direkt neben der Kirche St. Georg befand. Während seiner Kindheit erlebte Luther den Umbau seiner Heimatkirche mit.

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Als Martin Luthers Eltern im Frühjahr 1484 von Eisleben nach Mansfeld zogen, stand an der Stelle der heutigen Stadtkirche St. Georg eine ältere Kirche, die vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert stammte. Luther wurde als Schulkind in den Kirchendienst einbezogen, denn die Schüler und Lehrer der benachbarten Trivialschule hatten an liturgischen Aufgaben und Seelenmessen mitzuwirken. Der Pfarrer der Kirche – zu Luthers Schulzeit Johann Lederer – war zugleich auch Rektor der Trivialschule. In St. Georg wuchs Luther in das kirchliche Leben der Stadtgemeinde hinein.

Während seiner Kindheit in Mansfeld konnte Martin Luther den Umbau der Kirche vor Ort verfolgen. Luthers Vater Hans war als Mitglied der Kirchengemeinde in die baulichen Veränderungen und die Innenausgestaltung der Kirche eingebunden. Am 6. August 1497 wurde die im Umbau befindliche Kirche geweiht; Hans Luder war an der Stiftung von zwei Altären beteiligt, die am gleichen Tag geweiht wurden. All jenen, die an den Altären die Messe hörten, wurde ein Ablass von 60 Tagen gewährt. Martin Luther war zu dieser Zeit schon in Magdeburg, um dort die Domschule zu besuchen.

1498 brach durch Unachtsamkeit in St. Georg ein Feuer aus, das einen erheblichen Brandschaden verursachte. Cyriacus Spangenberg, der Chronist der Mansfelder Grafen, spricht im Vierter Teil seiner Mansfeldichen Chronica gar davon, dass „die ganze Kirche und alles, was drinnen gewesen“ verbrannt sei. Allerdings liegen zwischen dem Brand und Spangenbergs Aufzeichnungen über 70 Jahre.

Zum Wiederaufbau der beschädigten Kirche beteiligen sich Mansfelder Bürger, darunter auch Hans Luder, an Stiftungen. Er gehörte auch zu den Talherren und Vierherren, die 1502 eine Stiftung von 400 Gulden des Mansfelder Hüttenmeisters und Bergvogts Peter Reinicke entgegennahmen und bezeugten. Erzbischof Ernst von Magdeburg bestätigte diese Schenkung und der Magistrat verpflichtete sich, für diese Summe jährlich 16 Gulden Zinsen auszuzahlen, damit Pfarrer und Schulmeister zur Ehre Gottes täglich Gottesdienste abhalten konnten. Die Kirche wurde 1503 erneut geweiht, blieb aber über Jahre hinweg eine Baustelle. 1518 erfolgte die Erweiterung durch den Bau des Chores. Der vollständige Ausbau des Turmes dauerte bis 1548.

Zu den herausragenden Ausstattungsstücken der Kirche gehört ein aus Lindenholz gefertigtes Relief, das seit dem frühen 18. Jahrhundert über dem an der Nordseite des Langhauses befindlichen Hauptportal hing. Es war ursprünglich Teil des 1497 und erneut 1502 geweihten Hauptaltares und zeigt den Heiligen Georg, den Patron der Stadt und der Grafschaft Mansfeld, im Kampf mit dem Drachen. Luther deutete diese Legende später in einer Tischrede allegorisierend um. Ein weiteres bemerkenswertes Kunstwerk ist das ganzfigurige Lutherportrait. Es stellt den Reformator im Jahr 1540 dar und wird der Cranachschule zugerechnet.

Die Stadtkirche St. Georg wurde bereits 1524 unter dem Pfarrer Martin Seligmann evangelisch. Seligmann stand seit 1519 in Briefkontakt mit Martin Luther. Luther selbst predigte im Oktober 1545 zwei Mal in St. Georg.

Quellentexte

Luthers Deutung der Legende vom Heiligen Georg in einer Tischrede

Sanct Georgen Legende hat eine schöne geistliche Deutung vom weltlichen Regiment und Policey. Die Jungfrau bedeut[et] die Policey, die wird vom Drachen, das ist, vom Teufel angefochten und verfolget, der will sie fressen. Er plaget sie, aber ist mit Hunger und Theurung, ist mit Pestilenz [Seuche], ist mit Krieg, verschlinget und verwüstet sie, bis ein frömmer Herr und Fürst oder Kaiser kömmt, der ihr helfe, sie errette, und wiederum restituire und zurechte bringe.

Quelle: D. Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe. Tischreden, 1. Band. Weimar 1912, S. 607

Literatur

Karl Krumhaar: Die Grafschaft Mansfeld im Reformationszeitalter. Eisleben 1855.

Karl Krumhaar: Dr. Martin Lutherʼs Vaterhaus in Mansfeld. Ein Beitrag zur Reformationsgeschichte nach den Quellen gearbeitet. Eisleben 1859.

Cyriacus Spangenberg: Mansfeldische Chronica. Der vierte Teil, hrsg. von Rudolf Leers im Auftrag des Vereins für die Geschichte und Altertümer der Grafschaft Mansfeld. Eisleben 1916.

Irene Roch-Lemmer: Evangelisch-Lutherische Stadtkirche St. Georg Mansfeld. Regensburg 2005.

Irene Roch-Lemmer: Spätgotische Altäre in der Stadtkirche St. Georg zu Mansfeld, in: Luthers Lebenswelten [Tagungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, Bd. 1]. Halle (Saale) 2008, S. 223-231.

Armin Kohnle: Der Reformationsfürst Albrecht von Mansfeld (1480-1560), in: Ders. / Siegfried Bräuer (Hrsg.): Von Grafen und Predigern. Zur Reformationsgeschichte des Mansfelder Landes [Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Bd. 17]. Leipzig 2014, S. 69-93.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:

Mai bis Oktober
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 16.00 Uhr

Die Kirche kann auch außerhalb der Öffnungszeiten besucht werden. Bitte wende Sie sich dazu an das Gemeindebüro.

Kontakt:

Gemeindebüro Mansfeld
Lutherstraße 7
06343 Mansfeld,
Telefon: 034782 / 90 99 29
E-Mail: mansfeld-evangelisch@ gmx.de

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2019 ist bekanntlich das Jahr des Bauhausjubiläums. Aber nicht nur am Bauhaus in Dessau wurde in Sachsen-Anhalt modern gedacht, sondern auch in Magdeburg, wo Bruno Taut farbige Fassaden in Auftrag gab. Wie das aussah, kann man sich heute noch in der Otto-Richter-Straße ansehen. 📷: Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH

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Hier mal wieder ein toller Blick in die Quedlinburger Altstadt. 
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Das Isletal im Harz, fotografiert mit Langzeitbelichtung. Vielen Dank für dieses tolle Bild... 📷: © @dastomtom

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Heute haben wir noch einen Blick abseits der wichtigsten Reiseziele im Reiseland Sachsen-Anhalt. 
Ganz im Süden Sachsen-Anhalts, im Burgenlandkreis, liegt Weißenfels. Die Stadt wurde Ende des 10. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und  war lange Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. 
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Auch abseits der wichtigen Reiseziele gibt es spannende Orte im Reiseland Sachsen-Anhalt zu entdecken. Hier zum Beispiel den Flecken Weferlingen, der 1239 zum ersten Mal erwähnt wurde und bis ins 20. Jahrhundert eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich hat. So lag die innerdeutsche Grenze bis 1989 nur 500m vom Ortskern entfernt. 📷: © @grit_unterwegs

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