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Sachsen-Anhalt

Luther was here

KNOWN AND UNKNOWN LUTHER PLACES
IN SAXONY-ANHALT

From Annaburg to Zerbst

Luther's Places

Martin Luther – Eisleben, Mansfeld and Wittenberg are inseparably intertwined with the life and work of Martin Luther. Luther was born and died in Eisleben. He spent his childhood in Mansfeld. He worked for almost 38 years as a Bible professor, preacher and Reformer in Wittenberg. But what do Naumburg, Merseburg and Zeitz; Dessau, Zerbst and Wörlitz; Stolberg (Harz), Annaburg and Prettin have to do with Luther? “Luther was here” is using the 500th anniversary of the Reformation as a reason to draw attention to all those places in Saxony-Anhalt where Martin Luther actually spent time, allegedly spent time and which are linked to the legends surrounding Luther.

This website offers you brief information, pictures and quotes sources on all of Luther’s places in Saxony-Anhalt. The maps help you to orientate. The chronology helps you to follow the journey of Luther from his birth to his death, and to put the different places into context. This creates a trail of places and stories which invite you to explore Saxony-Anhalt, the “Cradle of the Reformation”.

“Luther was here” is a project partnered by the State Office for the Preservation of Historical Monuments and Archaeology in Saxony-Anhalt and the Investment and Marketing Corporation of Saxony-Anhalt".

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Am Dom 1, 39104 Magdeburg

Magdeburg - Dom St. Mauritius und Katharina

Martin Luther hat sich mehrfach in Magdeburg aufgehalten. Im Sommer 1516 visitierte er in seiner Funktion als Distriktsvikar der Augustiner-Eremiten das hiesige Kloster seines Ordens. Im Juni 1524 predigte er in der Klosterkirche St. Augustini sowie in der St. Johanniskirche und unternahm gemeinsam mit dem Stadtrat die entscheidenden Schritte zur Einführung der Reformation in der Elbestadt. Außerdem besuchte Luther in den Jahren 1497/98 in Magdeburg die Schule – vermutlich die damalige Domschule.

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Martin Luther hatte ab 1488 oder 1491 – das genaue Datum ist nicht bekannt – die Mansfelder Trivialschule besucht. Dort erwarb er grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben, Rechnen und der lateinischen Sprache. Für Luthers Vater Hans, damals schon ein angesehenen Bürger und erfolgreicher Hüttenmeister, bot die Mansfelder Schule aber offenbar nicht die Voraussetzungen, die seinem Sohn das angestrebte Jurastudium ermöglichten. Deshalb schickte er Martin 1497 nach Magdeburg. Begleitet wurde er von seinem Freund Hans Reinecke, auch er Sohn eines Mansfelder Hüttenmeisters.

Über Luthers Schulzeit in Magdeburg liegen kaum Selbstzeugnisse vor. In einem Brief Luthers an den Magdeburger Bürgermeister Nikolaus Sturm vom 15. Juni 1522 heißt es: „…und ist wohl wahr, daß ich bei Doctor Paulus Moßhauer Euch erkennet habe, nicht in Eurem Hause, sondern da er Official war und ihr etlich Mal sein Gast waret, da ich mit Hans Reinecke zu der Zeit zu den Nullbrüdern in die Schule ging.“ Paul Moßhauer stammte ebenfalls aus einer Mansfelder Hüttenmeisterfamilie und stand zu jener Zeit im Dienst des Magdeburger Erzbischofs Ernst von Sachsen. Er könnte bei der Vermittlung einer neuen Schule für den jungen Martin behilflich gewesen sein. 

Bei den im Brief genannten „Nullbrüdern“ handelte es sich um eine mönchsähnliche Gemeinschaft, die auch unter dem Namen „Brüder vom gemeinsamem Leben“ bekannt war. Die „Nulle“ war ein kapuzenartiger Umhang. Sie gehörte zum schlichten, zumeist aus ungebleichtem Leinen gefertigten Gewand, das die Brüder als Zeichen freiwilliger Armut trugen. Die Gemeinschaft hatte sich am Ende des 14. Jahrhunderts in den Niederlanden gegründet und im Laufe des 15. Jahrhunderts in Nord- und Süddeutschland angesiedelt. 1482 ließen sie sich in Magdeburg nieder, 1489 bestätigte Erzbischofs Ernst urkundlich die Gründung eines Brüderhauses. Dieses Haus wurde auch als Schülerheim genutzt. Es befand sich im Hieronymustal, also unweit des Domes, am südlichen Ende der heutigen Fürstenwallstraße.

Eine eigene Schule unterhielten die Brüder in Magdeburg nachweislich nicht. Auch von einer Lehrtätigkeit der Brüder ist nichts bekannt. Lange war deshalb umstritten, welche Schule Luther in Magdeburg tatsächlich besuchte. Über diese Frage entstand im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert unter Historikern eine lebhaft geführte Debatte. Inzwischen herrscht in der Lutherforschung jedoch Einigkeit darin, dass Luther zwar bei den „Nullbrüdern“ wohnte, seinen Unterricht jedoch in der damals wohl an der Südostseite des Domes befindlichen Domschule erhielt. Die Domschule war nach Gründung des Erzbistums Magdeburg im Jahre 968 aus der Schule des Benediktinerklosters St. Mauritius hervorgegangen. Als kirchliche Lehranstalt oblag ihr zuvorderst die Ausbildung des geistlichen Nachwuchses, doch stand sie auch Laien offen. Im Zentrum des Unterrichtes standen die Fächer Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik.

Prägend war auch hier die enge Verknüpfung von Schule und Kirche, die Martin schon aus seiner Mansfelder Schulzeit kannte. Die Vermittlung christlicher Glaubensinhalte gehörte damals zum elementaren Lehrprogramm. Der junge Luther wird also in dem 1209 begonnenen, zu seiner Schulzeit aber noch im Bau befindlichen gotischen Dom gebetet, gesungen und an Gottesdiensten mitgewirkt haben.

Der Unterricht an der Domschule hatte spätestens im 15. Jahrhundert an Niveau verloren und war kaum noch von dem städtischer Trivialschulen zu unterscheiden. Möglichweise war dies der Grund, warum Luther Magdeburg schon nach einem Jahr wieder verließ und seine Schulzeit in Eisenach fortsetzte.

Die Einführung der Reformation in Magdeburg im Jahr 1524, an der Martin Luther maßgeblich beteilig war, führte zur Auflösung der „Brüder vom gemeinsamen Leben“. Der Dom blieb allerdings lange eine Festung des alten Glaubens. Im April 1546 verbot der Magdeburger Stadtrat den katholischen Gottesdienst im Dom, woraufhin die Mehrzahl der Domherren fluchtartig die Stadt verließ. Im Januar 1547 nahm der Rat den Dom in Beschlag, im Februar 1547 wurde der erste evangelische Gottesdienst im Dom gehalten, aber erst 1567 trat das Domkapitel zum evangelischen Glauben über. Heute ist der Magdeburger Dom die Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Literatur

Martin Brecht: Martin Luther, Bd. 1: Sein Weg zur Reformation 1483-1521, Stuttgart 2013.

Ingelore Buchholz / Wolf Hobohm (Hrsg.): Martin Luther in Magdeburg. Eine Sammlung von Quellen und Aufsätzen [Magdeburger Gesprächsreihe, Heft 8]. Oschersleben 1996.

Helmar Junghans: Der junge Luther und die Humanisten, Göttingen 1985.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:
 
1. April bis 30. April täglich von 10.00 – 17.00 Uhr
1. Mai bis 30. September täglich von 10.00 – 18.00 Uhr
1. Oktober bis 31. Oktober täglich von 10.00 – 17.00 Uhr
1. November bis 31. März täglich von 10.00 – 16.00 Uhr
An Sonn- und kirchlichen Feiertagen ab 11.30 Uhr
 
Kontakt:
 
Evangelische Domgemeinde
Am Dom 1
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 / 54 10 43 6
E-Mail: info@magdeburgerdom.de
Internet: www.magdeburgerdom.de
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Guten Morgen allerseits. Mit einer beeindruckenden Langzeitbelichtung schicken wir euch heute in ein hoffentlich entspanntes Wochenende. 
Zu sehen ist die Peißnitzbrücke in Halle in der blauen Stunde vor Sonnenaufgang. Ein sehr gelungenes Foto. 
Danke dafür... 📷: © @stefan_halle_saale

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Heute Abend zeigen wir euch dieses wunderschöne Foto vom Elbufer in Magdeburg mit Blick auf die Altstadt und den Dom. 
Danke für das tolle Bild: 📷: © @magde.burg

Gleichzeitig müssen wir aber daran erinnern, dass heute Abend vor 75 Jahren eine der schrecklichsten Nächte für Magdeburg und einer der verheerendsten Luftangriffe auf Nazi-Deutschland begann. Die Stadt wurde zu 60% zerstört, die Innenstadt fast völlig vernichtet. 5000 - 6000 Menschen starben, 16.000 wurden verletzt, Tausende wurden vermisst und mehr als 200.000 Menschen wurden obdachlos. (Alle Angaben: Wikipedia.) Auch heute läuten zum Gedenken um 21:28 Uhr, dem Beginn des Angriffs, wieder die Kirchen in der gesamten Stadt. 
Wir sagen: Nie wieder Krieg und Gewalt gegen unschuldige Menschen, egal welcher Nation, Religion oder Überzeugung sie anhängen. 
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Guten Morgen und ein tolles Wochenende wünsche wir allen Reiselustigen in nah und fern. 
Heute schauen wir auf ein sommerliches Bild aus Dessau. Zu sehen ist ein Meisterhaus von Walter Gropius in Dessau. Dieses wurde zwischen 1923 und 1925 erbaut und 1945 bei einem Bombenangriff zerstört. Seit 2014 erstrahlt es wieder in altem Glanz. 
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Der Magdeburger Jahrtausendturm im Sonnenuntergang. Ein toller Winterhimmel, eingefangen von... 📷: © @moozzoomphotography

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Wir wünschen einen guten Start in die erste Arbeitswoche des Jahres. 
Und wir sind fasziniert von dieser tollen Aufnahme der Harzer Schmalspurbahn auf ihrem Weg durch die Winterlandschaft. 
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Auch dieses Jahr freuen wir uns auf eure schönsten Bilder unter #reiselandsachsenanhalt 😀😍😘 Danke für diese Totale... 📷: © @thorstenbroenner

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