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Sachsen-Anhalt

Luther was here

KNOWN AND UNKNOWN LUTHER PLACES
IN SAXONY-ANHALT

From Annaburg to Zerbst

Luther's Places

Martin Luther – Eisleben, Mansfeld and Wittenberg are inseparably intertwined with the life and work of Martin Luther. Luther was born and died in Eisleben. He spent his childhood in Mansfeld. He worked for almost 38 years as a Bible professor, preacher and Reformer in Wittenberg. But what do Naumburg, Merseburg and Zeitz; Dessau, Zerbst and Wörlitz; Stolberg (Harz), Annaburg and Prettin have to do with Luther? “Luther was here” is using the 500th anniversary of the Reformation as a reason to draw attention to all those places in Saxony-Anhalt where Martin Luther actually spent time, allegedly spent time and which are linked to the legends surrounding Luther.

This website offers you brief information, pictures and quotes sources on all of Luther’s places in Saxony-Anhalt. The maps help you to orientate. The chronology helps you to follow the journey of Luther from his birth to his death, and to put the different places into context. This creates a trail of places and stories which invite you to explore Saxony-Anhalt, the “Cradle of the Reformation”.

“Luther was here” is a project partnered by the State Office for the Preservation of Historical Monuments and Archaeology in Saxony-Anhalt and the Investment and Marketing Corporation of Saxony-Anhalt".

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Petrikirchplatz, 06295 Lutherstadt Eisleben

Eisleben – St. Petri-Pauli-Kirche

Die Taufe steht am Beginn eines jeden christlichen Lebens. Deshalb hat die St. Petri-Pauli-Kirche in Eisleben für Protestanten aus aller Welt eine besondere Bedeutung. Sie ist die Taufkirche Martin Luthers. Hier wurde der spätere Reformator am 11. November 1483 auf den Namen des Tagesheiligen Martin von Tours getauft. Die Kirche wurde ab 1486 zu einer spätgotischen Hallenkirche umgebaut und war erst 1518 fertig gestellt. Nach einer umfassenden Restaurierung wurde die Kirche 2012 als „Zentrum Taufe“ wiedereröffnet.

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Martin Luthers Eltern Hans und Margarethe Luder waren im Sommer 1483 aus dem thüringischen Möra nach Eisleben gezogen. Da Hans nicht erbberechtigt war, musste er sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufbauen. Der Umzug des Ehepaares nach Eisleben war nicht ohne Grund erfolgt. Wie die gesamte Grafschaft Mansfeld profitierte auch die Stadt Eisleben vom wirtschaftlichen Aufschwung, der im 15. Jahrhundert durch den Kupfererzbergbau ausgelöst worden war. Nach der Übersiedlung der Familie nach Mansfeld im Frühjahr 1484 stieg Hans Luder als erfolgreicher Hüttenmeister und Bergwerksunternehmer in die städtische Oberschicht auf.

Die Anfänge in Eisleben waren jedoch zunächst bescheiden. Hans und Margarethe lebten in einer einfach ausgestatteten Mietwohnung, die sich in jenem Haus befand, das 1689 einem Stadtbrand zum Opfer fiel, 1693 als Luther-Erinnerungsstätte wieder aufgebaut wurde und heute das Museum „Luthers Geburtshaus“ beherbergt. Hier wurde Martin kurz vor Mitternacht am 10. November 1483 geboren. Da die Kindersterblichkeit im Mittelalter sehr hoch war – nur ein Drittel der Neugeborenen vollendete überhaupt das erste Lebensjahr – wurde der kleine Martin dem mittelalterlichen Brauch folgend gleich am Morgen des 11. November vom Vater zur nahe gelegenen Kirche St. Peter getragen, um ihn dort taufen zu lassen. Luther selbst bezeugte dies 1520 in einem Schreiben an Georg Spalatin: „Im übrigen bin ich in Eisleben geboren und dort in St. Peter getauft.“

Die St. Petri-Kirche ist seit dem späten 13. Jahrhundert als Pfarrkirche nachweisbar. Als sich die Bewohner des 1362 zerstörten Dorfes Klein-Eisleben im Petriviertel niederließen, wurden deren St. Pauli-Gemeinde mit der St. Petri-Gemeinde vereint, weshalb die Kirche bis heute St. Petri-Pauli-Kirche heißt. Wie die Kirche im Jahr 1483 aussah, lässt sich nicht sagen, denn das Gebäude wurde ab 1486 um- bzw. neugebaut. Allein der große, bis 1474 errichtete Kirchturm stand damals schon. Das Langhaus wurde nach der Grundsteinlegung 1486 als dreischiffige Hallenkirche im Stil der Spätgotik neu erbaut und 1518 vollendet.

Die Taufe Luthers vollzog sich nach einem festgelegten Ritual. Sie begann mit der Austreibung des Teufels vor der Kirche. Dazu blies der Priester dem Kind dreimal unter die Augen. Nachdem das Neugeborene an Stirn und Brust bekreuzigt wurde, legte man ihm geweihtes Salz in den Mund. Dann wurden Ohren und Nase mit einer Mischung aus Erde und Speichel verschlossen, schließlich Brust und Schultern mit Öl gesalbt. Zur eigentlichen Taufe in der Kirche wurde der Kopf des Kindes über dem Taufbecken dreimal mit Wasser übergossen. Es folgte die Salbung des Kopfes, das Überziehen des Taufhemdes und zum Abschluss die Übergabe der Kerzen an die Taufpaten. Pfarrer von St. Peter war damals der aus Eisleben stammende Bartholomäus Rennebecher. Ob er tatsächlich die Taufe Luthers vollzog, ist ungewiss. Anzunehmen ist vielmehr, dass dies durch einen Hilfsgeistlichen, einen so genannten Leutpriester, geschah. Von dem 1483 vorhandenen Taufbecken haben sich Fragmente erhalten, die im Taufstein am Übergang zum Altarraum eingebaut sind.

Nach einer umfassenden Sanierung wurde die St. Petri-Pauli-Kirche im April 2012 als „Zentrum Taufe“ wiedereröffnet. Mit ihm soll jedoch nicht nur an die Taufe Luthers in der Kirche erinnert werden. Ziel ist es vielmehr, durch den Einbau eines runden Taufbrunnens eine neue Raumatmosphäre zu schaffen, die zum Taufgedächtnis einlädt. Taufbrunnen und Fußbodengestaltung machen die Taufe als Sakrament im Sinne Luthers gegenwärtig: „Denn das ist der Kern in dem Wasser: Gottes Wort oder Gebot und Gottes Name; ein Schatz, der größer und edler ist denn Himmel und Erde“, heißt es in Luthers Großem Katechismus.

Literatur

Christian Philipsen: „Im übrigen bin ich in Eisleben geboren und in St. Peter getauft“. Martin Luthers Geburt und Taufe in Eisleben, in: Rosemarie Knape (Hrsg.): Martin Luther und Eisleben [Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt; Bd. 8]. Leipzig 2007, S. 163-172.

Martin Treu: „ein gemein gut aller Christen“. Martin Luther über die Taufe, in: Rosemarie Knape (Hrsg.): Martin Luther und Eisleben [Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt; Bd. 8]. Leipzig 2007, S. 173-187.

Martin Treu: Martin Luther und Eisleben. Ein Rundgang durch die Ausstellung im Geburtshaus. Wittenberg 2014.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

1. April bis 11. November
Montag bis Samstag von 10.00–16.00 Uhr
Sonntag von 11.30–16.00 Uhr

12. November bis 31. März
Montag bis Samstag von 11.00–15.00 Uhr
Sonntag 11.30–13.00 Uhr

Kontakt

St. Petri-Pauli-Kirche / Luther 2017 – Zentrum Taufe
Andreaskirchplatz 11
06295 Lutherstadt Eisleben
Telefon: 03475 / 7118022
E-Mail Zentrum Taufe: zentrumtaufe@gmx.de
E-Mail Kirchengemeinde: ev_pfarramt_anp_lu_eisleben@web.de
Internet Zentrum Taufe: www.zentrum-taufe-eisleben.de
Internet Kirchengemeinde St. Andreas-Nikolai-Petri: www.kirche-in-eisleben.de

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2019 ist bekanntlich das Jahr des Bauhausjubiläums. Aber nicht nur am Bauhaus in Dessau wurde in Sachsen-Anhalt modern gedacht, sondern auch in Magdeburg, wo Bruno Taut farbige Fassaden in Auftrag gab. Wie das aussah, kann man sich heute noch in der Otto-Richter-Straße ansehen. 📷: Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH

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Mit diesem tollen Bild vom Elberadweg im Sonnenaufgang begrüßen wir das Wochenende im Reiseland Sachsen-Anhalt. 
Macht was draus und genießt den Sommer! 😚😀😉 📷: © @tomtetomtetott

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Seit 1898 gibt es die Brockenbahn und sie wurde von Anfang an vor allem touristisch genutzt. Bis heute bringt sie jährlich ca. 1 Mio. Passagiere durch den Harz. 
Unser Tipp: auch im Sommer ist die Brockenbahn durchaus eine Reise wert. 📷: © @schlittrische

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Hier mal wieder ein toller Blick in die Quedlinburger Altstadt. 
Ist das nicht schick...? 📷: © @immer.happy

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Das Isletal im Harz, fotografiert mit Langzeitbelichtung. Vielen Dank für dieses tolle Bild... 📷: © @dastomtom

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Heute haben wir noch einen Blick abseits der wichtigsten Reiseziele im Reiseland Sachsen-Anhalt. 
Ganz im Süden Sachsen-Anhalts, im Burgenlandkreis, liegt Weißenfels. Die Stadt wurde Ende des 10. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und  war lange Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. 
Zu entdecken gibt es hier viel geschichtsträchtige Architektur, u. a. das Schloss Neu-Augustusburg, das Geleitshaus (der gefallene Schwedenkönig Gustav Adolf wurde hier seziert und einbalsamiert) und viele barocke Fassaden. 📷: © WinterbergPromotion.de

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Auch abseits der wichtigen Reiseziele gibt es spannende Orte im Reiseland Sachsen-Anhalt zu entdecken. Hier zum Beispiel den Flecken Weferlingen, der 1239 zum ersten Mal erwähnt wurde und bis ins 20. Jahrhundert eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich hat. So lag die innerdeutsche Grenze bis 1989 nur 500m vom Ortskern entfernt. 📷: © @grit_unterwegs

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