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Sachsen-Anhalt

Luther was here

KNOWN AND UNKNOWN LUTHER PLACES
IN SAXONY-ANHALT

From Annaburg to Zerbst

Luther's Places

Martin Luther – Eisleben, Mansfeld and Wittenberg are inseparably intertwined with the life and work of Martin Luther. Luther was born and died in Eisleben. He spent his childhood in Mansfeld. He worked for almost 38 years as a Bible professor, preacher and Reformer in Wittenberg. But what do Naumburg, Merseburg and Zeitz; Dessau, Zerbst and Wörlitz; Stolberg (Harz), Annaburg and Prettin have to do with Luther? “Luther was here” is using the 500th anniversary of the Reformation as a reason to draw attention to all those places in Saxony-Anhalt where Martin Luther actually spent time, allegedly spent time and which are linked to the legends surrounding Luther.

This website offers you brief information, pictures and quotes sources on all of Luther’s places in Saxony-Anhalt. The maps help you to orientate. The chronology helps you to follow the journey of Luther from his birth to his death, and to put the different places into context. This creates a trail of places and stories which invite you to explore Saxony-Anhalt, the “Cradle of the Reformation”.

“Luther was here” is a project partnered by the State Office for the Preservation of Historical Monuments and Archaeology in Saxony-Anhalt and the Investment and Marketing Corporation of Saxony-Anhalt".

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Kirchplatz, 06749 Bitterfeld-Wolfen

Bitterfeld - Evangelische Stadtkirche

Der Bitterfelder Marktplatz wird vom hohen, alles überragenden Turm der Stadtkirche geprägt. Das neogotische Gotteshaus entstand zwischen 1905 und 1910, doch reicht die Bitterfelder Kirchengeschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück, als erstmals ein Kirchenbau in der Stadt erwähnt wurde. Spätestens 1531, mit der ersten evangelischen Kirchenvisitation, hatte sich die Reformation in Bitterfeld durchgesetzt. Martin Luther selbst hat Bitterfeld nachweislich zwei Mal besucht. Die Stadt war jeweils Zwischenstation auf seinen Reisen von Wittenberg nach Eisleben im April 1525 und im Januar 1546.

Erfahren sie mehr...

Im Jahre 1263 ist erstmals eine Kirche in Bitterfeld belegbar. Graf Dietrich von Brehna übereignete ihr als Patronatsherr Land und bestätigte dies mit einer Urkunde. Die in Quellen des 14. und 15. Jahrhunderts genannte Bitterfelder Pfarrkirche, deren Schutzpatron der Heilige Antonius war, wurde beim großen Stadtbrand am 8. Mai 1473 zerstört. Stiftungen Bitterfelder Bürger ermöglichten es, die Kirche Ende des 15. / Anfang des 16. Jahrhunderts wieder aufzubauen. Das Gotteshaus wurde in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut, schließlich 1904 abgebrochen und zwischen 1905 und 1910 durch einen neogotischen Backstein-Neubau ersetzt. Durch den rasanten Anstieg der Bitterfelder Bevölkerung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war die Kirche zu klein geworden.

Die neue Kirche konnte aufgrund Ihrer Größe nicht, wie allgemein üblich, in Ost-West-Richtung erbaut werden; der Bau folgt einer Nord-Süd-Ausrichtung, weshalb sich der Altarraum nun im Norden der Kirche befindet. Von dem spätgotischen Vorgängerbau hat sich nur die kleine, um 1500 erbaute Südost-Kapelle erhalten, die wegen ihrer bauhistorischen Bedeutung nicht abgerissen wurde. Sie stand ursprünglich neben dem Chor der alten Kirche und zeichnet sich durch ein eindrucksvoll gestaltetes Zellengewölbe aus. Der in ihr aufgestellte, ebenso bemerkenswerte Altar zeigt Heilige, die im Mittelalter als Schutzpatrone gegen Krankheiten angerufen wurden. Der Heilige Sebastian half gegen Seuchen, insbesondere die Pest. Die Heilige Elisabeth widmete sich der Krankenpflege und der Heilige Martin stand für Nächstenliebe. Hinter seiner Figur verbirgt sich im Schrein auch eine Jahreszahl, die auf die Entstehung des Altares hinweist: 1517 – das Jahr, in dem Martin Luther mit seinen 95 Thesen die Reformation auslöste.

Ob die Reformation in Bitterfeld schon Fuß gefasst hatte, als sich Luther im April 1525 das erste Mal in der Stadt aufhielt, lässt sich nicht sagen. Luther befand sich damals auf dem Weg in seine Geburtsstadt Eisleben, um dort eine christliche Schule zu gründen. Er war am 16. April gemeinsam mit Melanchthon in Wittenberg aufgebrochen. Bitterfeld war die erste Station dieser Reise, auf der Luther – eher zufällig – in die Wirren des gerade begonnenen Bauernkrieges geriet und die ihn u.a. auch nach Seeburg und Stolberg führte. Darüber, dass Luther damals – wie gelegentlich behauptet wird – in der Kirche gepredigt hat, liegen indes keine Nachrichten vor.

Die reformatorische Lehre hatte sich in Bitterfeld spätestens Anfang der 1530er Jahre etabliert. Während der im März 1531 durchgeführten ersten evangelischen Kirchenvisitation wurde der Bitterfelder Pfarrer Jacob Techel jedenfalls der christlichen Lehre „zimlich geschickt befunden“, wie es im Visitationsprotokoll heißt. Auch die Gemeindemitglieder gaben Techel ein gutes Zeugnis. Er wurde zum Superintendenten ernannt und seine Besoldung verbessert.

Luthers zweiter belegbarer Aufenthalt in Bitterfeld datiert in den Januar 1546 und wieder ist es eine Reise nach Eisleben. Diesmal folgte der schwer kranke Reformator einem Ruf der Mansfelder Grafen, die in Streitigkeiten um Bergwerksangelegenheiten seine Vermittlung beanspruchten. Es sollte Luther letzte Reise werden. Sie begann am 23. Januar in Wittenberg, führte ihn zunächst bis nach Bitterfeld und nach einer legendenhaften Übernachtung in Landsberg weiter bis nach Halle. Dort musste er aufgrund von Hochwasser einige Tage ausharren, bis die Reise am 28. Januar fortgesetzt werden konnte. Kurz vor Eisleben, nahe dem Dorf Unterrißdorf, erlitt Luther einen Herzinfarkt. Am 16. Februar 1546 starb er in Eisleben.

Nach Luthers Tod wurde dessen Leiche am 20. Februar von Eisleben nach Halle überführt. In der Nacht hielten Hallenser Bürger eine Totenwache in der Marktkirche. Am 21. Februar verließ der Leichenzug Halle in Richtung Bitterfeld, wo der Sarg um die Mittagszeit von kurfürstlichen Gesandten in Empfang genommen und bis nach Kemberg geführt wurde. Die Annahme, der tote Luther sei auch in der Bitterfelder Kirche aufgebahrt worden, lässt sich nicht belegen. Bei dem im „Rats zu Bitterfeld Memorial- und Handelsbuch“ festgehaltenen Eintrag, „1546 den 21. Februar hat Bitterfeld das traurige Glück gehabt, die Mittags Stunde über, des seel. Dr. Lutheri Gebeine zu beherbergen in der Kirche“, handelt es sich um einen Nachtrag aus dem 18. Jahrhundert.

Quellentexte

Aus dem Bericht über Luthers Tod und Begräbnis von Justus Jonas, Michael Coelius und Johannes Aurifaber, im März 1546 im Druck erschienen

Von Hall ist die leich gefahren auf den Sonntag den 21. Februarii gen Bitterfeld, dahin auf den mittag bracht, da auf der grenz und auch im städtlin die verordneten unsers gnedigsten herrn des churfürsten zu Sachsen, der hauptmann zu Wittenberg Erasmus Spiegel, zu Düben Ganglof von Heilingen, zu Brehne Dietrich von Taubenheim die zwen grafen und uns, so die leich geleitet, angenommen und den abend bis gen Kemberg bracht haben. Da man denn, beide zu Bitterfeld und Kemberg, mit gewöhnlichen christlichen ceremonien die leich ehrlich angenommen und begleitet.

Quelle: Christof Schubart: Die Berichte über Luthers Tod und Begräbnis. Texte und Untersuchungen. Weimar 1917, S. 59–68, hier S. 66 f.

Literatur

Förderverein Evangelische Stadtkirche Bitterfeld e.V. (Hrsg.): 100 Jahre Evangelische Stadtkirche Bitterfeld. Bitterfeld-Wolfen 2010.

Lothar Herbst: Martin Luther und die Zeit der Reformation im Landkreis Bitterfeld. Bitterfeld 1999.

Emil Obst: Die Geschichte der Kirche zu Bitterfeld. Bitterfeld 1905.

Christof Schubart: Die Berichte über Luthers Tod und Begräbnis. Texte und Untersuchungen. Weimar 1917.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag von 9.00 bis 16.00 Uhr

Die Evangelische Stadtkirche Bitterfeld ist Pilgerstation auf dem Lutherweg von Eisleben nach Wittenberg und Regionales Infozentrum der „Straße spätgotischer Flügelaltäre“ für den Bereich Bitterfeld und die Heidedörfer.

Kontakt

Evangelische Kirchengemeinde Bitterfeld
Binnengärtenstraße 16
06749 Bitterfeld-Wolfen / OT Bitterfeld
Telefon: 03493 / 22710
E-Mail: gemeinde@kirche-bitterfeld.de
Internet: http://www.kirche-bitterfeld.de

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Seeburg am Süßen See im Mansfelder Land ist schon über 1100 Jahre alt. Die mittelalterliche Burg wurde im 16. Jahrhundert zum Wohnschloss umgestaltet. Und der Süße See lädt bei tollem Wetter natürlich auch zum Baden ein.
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2019 ist bekanntlich das Jahr des Bauhausjubiläums. Aber nicht nur am Bauhaus in Dessau wurde in Sachsen-Anhalt modern gedacht, sondern auch in Magdeburg, wo Bruno Taut farbige Fassaden in Auftrag gab. Wie das aussah, kann man sich heute noch in der Otto-Richter-Straße ansehen. 📷: Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH

Und wer mehr über das Bauhaus und die Moderne in Sachsen-Anhalt erfahren will, dem sei das Storytelling unter www.bauhaus-entdecken.de/die-story ans Herz gelegt. 
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Mit diesem tollen Bild vom Elberadweg im Sonnenaufgang begrüßen wir das Wochenende im Reiseland Sachsen-Anhalt. 
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Seit 1898 gibt es die Brockenbahn und sie wurde von Anfang an vor allem touristisch genutzt. Bis heute bringt sie jährlich ca. 1 Mio. Passagiere durch den Harz. 
Unser Tipp: auch im Sommer ist die Brockenbahn durchaus eine Reise wert. 📷: © @schlittrische

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Hier mal wieder ein toller Blick in die Quedlinburger Altstadt. 
Ist das nicht schick...? 📷: © @immer.happy

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Das Isletal im Harz, fotografiert mit Langzeitbelichtung. Vielen Dank für dieses tolle Bild... 📷: © @dastomtom

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Heute haben wir noch einen Blick abseits der wichtigsten Reiseziele im Reiseland Sachsen-Anhalt. 
Ganz im Süden Sachsen-Anhalts, im Burgenlandkreis, liegt Weißenfels. Die Stadt wurde Ende des 10. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und  war lange Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. 
Zu entdecken gibt es hier viel geschichtsträchtige Architektur, u. a. das Schloss Neu-Augustusburg, das Geleitshaus (der gefallene Schwedenkönig Gustav Adolf wurde hier seziert und einbalsamiert) und viele barocke Fassaden. 📷: © WinterbergPromotion.de

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Auch abseits der wichtigen Reiseziele gibt es spannende Orte im Reiseland Sachsen-Anhalt zu entdecken. Hier zum Beispiel den Flecken Weferlingen, der 1239 zum ersten Mal erwähnt wurde und bis ins 20. Jahrhundert eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich hat. So lag die innerdeutsche Grenze bis 1989 nur 500m vom Ortskern entfernt. 📷: © @grit_unterwegs

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