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Luther auf der Spur: Luthers Weggefährten. Philipp Melanchthon

Ich, Rosa Luther, freue mich ja, dass ich Leute um mich herum habe, die mich unterstützen und begleiten. Bei meinem Namensvetter war das nicht anders. Gut möglich, dass die Reformation, die sich dieses Jahr zum 500. Mal jährt, so gar nicht stattgefunden hätte, wenn Luther nicht auf seine Weggefährten hätte zählen können. Einer von Luthers engsten Vertrauten war der Universalgelehrte Philipp Melanchthon, der eigentlich Schwarzerdt hieß.

Philipp MelanchthonMelanchthon, der 1497 geboren wurde, lernte Luther 1518 bei der sogenannten Heidelberger Disputation kennen. Kurz darauf lehrten beide an der Universität zu Wittenberg. Aus der gemeinsamen Arbeit wurde schnell eine innige Freundschaft. Melanchthon war zu Beginn der Neuzeit bei Studenten der am meisten gelesene Autor. Teilweise wurden seine Werke bis ins 19. Jahrhundert hinein an den Schulen und Universitäten genutzt. Noch zu Lebzeiten erhielt er wegen seiner Schul- und Universitätsreform den Beinamen Praeceptor Germaniae – der Lehrer Deutschlands.

Luther und Melanchthon ergänzten sich übrigens hervorragend: Während Luther Melanchthon in die reformatorische Theologie einwies, lehrte Melanchthon ihm die griechische Sprache. Er war es auch, der Luther davon überzeugte, die Bibel in ein für das Volk verständliches Deutsch zu übersetzen. Nach Luthers Tod im Februar 1546 avancierte Melanchthon zu einem der Wortführer der reformatorischen Bewegung.

Übrigens, in der Lutherstadt Wittenberg gibt es das Melanchthonhaus nebst Museumsneubau. Das Haus wurde 1536 im Auftrag von Kurfürst Johann Friedrich gebaut. Melanchthon bewohnte es bis zu seinem Tod 1560.

P.S. Rosa Luther ist eine Kunstgestalt, die sich im Reformationsjahr auf den Spuren Luthers bewegt und regelmäßig „Interna“ aus der Welt Luthers berichten wird.