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Dessau - Museum für Stadtgeschichte im Johannbau

Das ursprünglich vierflügelige Dessauer Residenzschloss, von dem sich nur der zwischen 1529 und 1533 errichtet Johannbau erhalten hat, bildete seit dem späten 15. Jahrhundert das Herrschaftszentrum des Fürstentums Anhalt-Dessau. Hier residierten die Brüder Johann, Georg und Joachim, die engen Kontakt zu Martin Luther pflegten und sich ab den 1530er Jahren der Reformation zuwandten. Der Wittenberg Reformator hielt sich mehrfach in Dessau auf, insbesondere im Sommer 1534, als er den erkrankten Fürst Joachim über dessen Schwermut hinweg tröstete.

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Die anhaltische Fürstentum Dessau war aus einer Landesteilung hervorgegangen. Fürst Georg I. von Anhalt-Zerbst (1390-1474) hatte schon 1471 verfügt, im Falle seines Todes seinen Herrschaftsbereich unter seinen Kindern aufzuteilen, um damit Erbstreitigkeiten zu vermeiden. Als er 1474 starb, entstanden die gleichberechtigten Teilherrschaften Köthen und Dessau. Der Dessauer Landesteil stand unter gemeinschaftlicher Regierung der Brüder Siegmund III. und Ernst. Damit stieg Dessau zu einem eigenständigen, aber in seiner Größe doch recht überschaubaren Fürstentum auf. Die im 14. Jahrhundert als Wohnsitz erbaute Burganlage bildete das Herrschaftszentrum.

Fürst Ernst heiratete 1494 Margarete, Tochter von Heinrich von Münsterberg. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor: Johann (1504-1551), Georg (1507-1553) und Joachim (1509-1561). Nach dem Tod ihres Mannes 1516 übernahm Margarete gemeinsam mit ihrem Cousin Erzbischof Albrecht von Magdeburg und Mainz, dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg und dem Herzog Georg von Sachsen die vormundschaftliche Regentschaft für ihre drei Söhne. Margarete unterhielt zwar zeitweise Kontakt zu Martin Luther und auch zu Georg Spalatin, dem Geheimsekretär des sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen, sie blieb aber bis zu ihrem Lebensende eine strenge und überzeugte Anhängerin des alten Glaubens. Ihre Söhne hingegen wandten sich nach langem Zögern der von Wittenberg ausgehenden Reformation zu. Aber erst nach dem Tod ihrer Mutter 1530 bekannten sie sich offen zur lutherischen Lehre. Im September 1532 beriefen sie auf Vermittlung Luthers Nikolaus Hausmann (1479-1538) zum evangelischen Hofprediger an die St. Marienkirche.

Nun begann auch der Aus- und Umbau der Burganlage zu einem Schloss, das den gestiegenen fürstlichen Repräsentationsbedürfnissen entsprach. Zuerst wurde unter Einbeziehung der Reste des mittelalterlichen Vorgängerbaus zwischen 1529 und 1533 der Westflügel errichtet. Dieser, nach dem ältesten der Fürstenbrüder benannte Johannbau, zählt zu den bedeutendsten Schlossbauten der mitteldeutschen Frührenaissance.

Luther pflegte nicht nur engen brieflichen Kontakt zu den anhaltischen Fürsten, er hielt sich auch mehrmals persönlich in Dessau auf. Sein längster Aufenthalt datiert in den Sommer 1534, als ihn der unter Schwermut leidende Fürst Joachim um Zuspruch bat. Luther hatte zunächst versucht, den Fürsten mit Briefen aufzuheitern und zu trösten. Dies half jedoch nur wenig. Johann verlangte nach persönlichem Beistand. So reiste Luther einige Tag im Juni nach Dessau. Zunächst trat eine Besserung im Befinden des Fürsten ein. Ein Rückfall veranlasste Luther dann aber, sich zwischen Mitte Juli und Anfang August 1534 erneut für mehrere Tage nach Dessau zu begeben, um dem Fürsten seelsorgerisch beizustehen.

Das Dessauer Residenzschloss wurde beim Luftangriff auf Dessau am 7. März 1945 fast vollständig zerstört. Die Baureste des Ost- und des Südflügels wurden 1948 bzw. 1958 gesprengt. Allein der Johannbau blieb als Ruine die gesamte DDR-Zeit hindurch stehen. Er wurde nach 1990 rekonstruiert und beherbergt seit 2005 das Museum für Stadtgeschichte Dessau. In seinen Ausstellungen spannt das Museum einen weiten Bogen von der mittelalterlichen Geschichte bis ins 20. Jahrhundert. Im Kellergeschoss werden zahlreiche Originalstücke zur Dessauer Reformationsgeschichte präsentiert.

Quellentexte

Trostbrief Martin Luthers an Fürst Joachim von Anhalt vom 23. Mai 1534

Gnade und Friede in Christo! Durchleuchtiger Fürst, G.[nädiger] Herr! Mir hat Magister Nicolaus Hausmann angezeigt, wie E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] etwas schwach gewest, aber doch nu, Gott Lob, wiederumb zu Paß worden.

Mir fället aber oftmals ein, wie E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] ganzer Stamm fast ein eingezogen, still, löblich Wesen geführet, daß ich zuweilen denke, es möchte auch wohl die Melancholia und schwere Gemüte oft Ursach sein zu solchen Schwachheiten. Darumb wollt ich E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden], als einem jungen Mann, lieber vermahnen, immer fröhlich zu sein, zu reiten, jagen und ander guter Gesellschaft sich fleißigen, die sich göttlich und ehrlich mit E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] freuen können. Denn es ist doch ja die einsamkeit oder Schwermut aller Menschen eitel Gift und Tod, sonderlich einem jungen Menschen. So hat auch Gott geboten, daß man solle fröhlich fur ihm sein, und will kein trauriges Opfer haben […] Es gläubt niemand, was Schaden es tut einen jungen Menschen Freude wehren und zur Einsamkeit oder Schwermut weisen.

E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] haben den Magister Nicolaum Hausmann und andere mehr, mit denen seien sie fröhlich; denn Freude und guter Mut (in Ehren und Züchten) ist die beste Erzenei eins jungen Menschen, ja aller Menschen. Ich, der ich mein Leben mit Trauern und Saursehen habe zugebracht, suche itzund und nehme Freude an, wo ich kann. Ist doch itzt, Gott Lob, so viel Erkenntnis, daß wir guten Gewissen können fröhlich sein und mit Danksagung seiner Gaben brauchen, dazu er sie geschaffen und Wohlgefallen dran hat. […]

E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] sein nur immer fröhlich, beide inwendig in Christo selbs und auswendig in seinen Gaben und Gütern; er will’s so haben, ist drumb da, und gibt darumb uns seine Güter sie zu gebrauchen, daß wir sollen fröhlich sein und ihn loben, lieben und danken und ewiglich.

Schwermut und Melancholia wird das Alter und andere Sache selbst wohl uberflüssig bringen. Christus sorget fur uns und will uns nicht lassen. Dem befehl ich E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] ewiglich, Amen. Am Pfingstabend zu Wittenberg im 1534.

E.[euer] F.[ürstliche] G.[naden] williger
D. Martinus Luther

Quelle: D. Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe. Briefwechsel, Bd. 7. Weimar 1937, S. 65 f.

Literatur

Frank Kessler: Aspekte der Residenzbildung: Dessau im 16. Jahrhundert, in: Werner Freitag / Michael Hecht (Hrsg.): Die Fürsten von Anhalt. Herrschaftssymbolik, dynastische Vernunft und politische Konzepte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit [Studien zur Landesgeschichte; Bd. 9]. Halle/Saale 2003, S. 160-170.

Barbara Czerannowski: Das Schloss zu Dessau. Eine Baugeschichte, in: „Schauplatz vernünftiger Menschen“. Kultur und Geschichte in Anhalt/Dessau. Dessau 2005, S. 17-42.

Georg III. Anhaltischer Fürst und Reformator in Mitteldeutschland. Zum 500. Geburtstag Georgs III. von Anhalt (1507-1553). Katalog zur Ausstellung des Museums für Stadtgeschichte Dessau vom 21. September bis 18. November 2007. Dessau-Rosslau 2007.


Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Februar bis November
Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10.00–17.00 Uhr

Kontakt

Museum für Stadtgeschichte Dessau im Johannbau
Schlossplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau
Telefon: 340 / 220 96 12
E-Mail: musekum@sUZvePtadt1gescvdhich7pO8te.d8Hessadu.dexYSgU
Internet: http://www.dessau.de/Deutsch/Kultur-und-Tourismus/Kultureinrichtungen/Museum-fuer-Stadtges-02183/

  • 10. November 1483

    Luthers Geburtshaus in Eisleben

    Kurz vor Mitternacht kommt Martin im Haus seiner Eltern Hans und Margarethe Luder zur Welt.

  • 11. November 1483

    Kirche St. Petri und Pauli in Eisleben

    Martin Luther wird in dieser Kirche auf den Namen des Tagesheiligen Martin von Tours getauft.

  • Frühjahr 1484

    Luthers Elternhaus in Mansfeld

    Wenige Monate nach der Geburt Martins zieht die Familie Luder von Eisleben nach Mansfeld. Martins Vater Hans erwirbt dieses Haus und gelangt als Unternehmer zu Wohlstand und Ansehen.

  • Frühjahr 1484

    Stadtkirche St. Georg in Mansfeld

    Als Martin Luthers Eltern im Frühjahr 1484 von Eisleben nach Mansfeld ziehen, steht an dieser Stelle noch eine romanische Kirche. Martin Luther erlebt als Kind den Umbau dieser Kirche mit.

  • 12. März 1491

    Luthers Schule in Mansfeld

    Im Alter von sieben Jahren tritt Martin Luther in die Mansfelder Trivialschule ein, die er bis 1497 besucht.

  • Herbst 1508

    Lutherhaus Wittenberg

    Luther kommt das erste Mal nach Wittenberg. Er unterrichtet Philosophie an der 1502 gegründeten Universität und wohnt bei seinen Ordenbrüdern im „Schwarzen Kloster“.

  • Herbst 1508

    Lutherstein

    Der junge Augustinermönch und Theologiestudent Martin Luther wird von Erfurt an die Universität Wittenberg versetzt. Auf seinem Weg nach Wittenberg soll er diese Stelle passiert haben.

  • Sommer 1511

    Lutherhaus Wittenberg

    Luther siedelt endgültig nach Wittenberg über, damals eine Kleinstadt „am Ende der Zivilisation“. Er lehrt an der Universität und beginnt an der Stadtkirche zu predigen.

  • 22. Mai 1516

    St. Annenkloster Eisleben

    Anlässlich der Klosterweihe nimmt Luther gemeinsam mit Joahnn von Staupitz an der Fronleichnam-Prozession teil.

  • Juni 1516

    Klosterkirche St. Augustini in Magdeburg

    Auf seiner ersten Visitationsreise als Distriktvikar besucht Luther das Magdeburger Augustinerkloster.

  • Juni 1516

    Klusbrücke bei Wahlitz

    Nach seinem Besuch des Magdeburger Augustinerklosters überquert Luther auf seinem Rückweg nach Wittenberg die Klusbrücke.

  • 6. August 1516

    Kloster Himmelpforte

    Martin Luther besucht das Augustinerkloster Himmelpforte bei Wernigerode und trifft hier seinen geistlichen Mentor Johann von Staupitz.

  • 20. Juli 1519

    Lutherstein

    Im Sommer 1519 führte Martin Luther mit Johannes Eck ein theologisches Streitgespräch in Leipzig. Auf seinem Rückweg soll er hier von Wittenberger Studenten empfangen worden sein und gepredigt haben.

  • Oktober 1519

    Schloss Annaburg

    Im Oktober 1519 trifft Luther den päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz in Liebenwerda. Auf seiner Hin- und Rückreise macht Luther in Lochau Station.

  • 1520

    Franziskanerkloster Stein­Laussigk

    Eine Legende erzählt, Luther habe 1520 oder 1522 unter einer Linde in der Nähe des Klosters gepredigt.

  • 2. April 1521

    Lutherstein

    Luther bricht mit seinen Begleitern von Wittenberg zum Reichstag nach Worms auf. Einer Legende zufolge versuchte der Teufel Luther aufzuhalten indem er ihm einen Stein in den Schuh legte.

  • 4. April 1521

    Naumburg Markt 3

    Auf seinem Weg von Wittenberg zum Wormser Reichstag übernachtet Luther vom 4. zum 5. April in der Herberge „Zum großen Christoff“ am Markt.

  • 22. Mai 1522

    Zerbst

    Martin Luther predigt in der Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und vor Zerbster Bürgern. Mit seiner Predigt verhilft er der Reformation in Zerbst zum Durchbruch.

  • 24. April 1522

    Dorfkirche in Sachau

    Laut einer Überlieferung aus dem 17. Jahrhundert, weiht Martin Luther die Kirche und hält eine evangelische Predigt.

  • 24. Juni 1524

    Klusbrücke bei Wahlitz

    Luther wird nach Magdeburg gerufen. Auf seinem Weg, der von Wittenberg über Zerbst führt, benutzt der Reformator den Klusdamm.

  • 24. Juni 1524

    Klosterkirche St. Augustini in Magdeburg

    Martin Luther erreicht Magdeburg. Er wohnt bei seinen Ordensbrüdern, predigt und ist an der Auflösung des Augustinerklosters beteiligt.

  • 26. Juni 1524

    St. Johanniskirche in Magdeburg

    Martin Luther wird vom Magdeburger Bürgermeister Nikolaus Sturm in die Elbestadt gerufen und predigt in dieser Kirche.

  • Juni 1524

    Zerbst

    Nachdem Luther im Juni 1524 mehrere Tage in Magdeburg verbracht hatte, reiste er auf seinem Weg zurück nach Wittenberg auch über Zerbst.

  • Dezember 1524

    Schloss Pretzsch

    Luther traut den Schlossherrn Hans Löser mit Ursula von Porzig. Dabei sind auch Philipp Melanchthon, Nikolaus von Amsdorf sowie Justus Jonas anwesend.

  • 16. April 1525

    Bitterfeld Stadtkirche St. Antonius

    Luther begibt sich von Wittenberg auf eine Reise nach Eisleben. Bitterfeld ist die erste Station.

  • 17. April 1525

    Dorfkirche Seeburg

    Auf seinem Weg von Wittenberg nach Eisleben soll Martin Luther hier am zweiten Osterfeiertag gepredigt haben.

  • 21. April 1525

    Stolberg Kirche St. Martini

    Luther predigt und erhält vom Stadtrat Fränkischen Wein und Einbecker Bier als Geschenke.

  • 21. April 1525

    Stolberg Rittergasse 7

    Luther ist zu Gast bei seinem Freund und fernen Verwandten, dem gräflichen Rentmeister Wilhelm Reiffenstein.

  • 21. April 1525

    Stolberg Lutherbuche

    Martin Luther unternimmt, so berichtet es eine Legende, eine Wanderung auf den umliegenden Hügeln und vergleicht die Stadt mit einem Vogel.

  • 4. Mai 1525

    Schloss Seeburg

    Luther schreibt von hier an Johann Rühel, den Rat des Grafen Albrechts von Mansfeld. Er mahnt den Grafen, im Bauernkrieg hart durchzugreifen.

  • 5. Mai 1525

    Schloss Annaburg

    Kurfürst Friedrich der Weise stirbt im Alter von 62 Jahren auf seinem Jagdschloss Lochau, das sich an der Stelle des heutigen Schlosses Annaburg befand.

  • Dezember 1531

    Schloss Pretzsch

    Luther ist Gast bei Hans Löser. Von Kopfschmerzen geplagt, kann er nicht an einer Jagd teilnehmen. Er schreibt eine Auslegung des 147. Psalms, die er seinem Gastgeber widmet.

  • Februar 1532

    Lutherhaus Wittenberg

    Martin Luther erhält das ehemalige Klostergebäude von Kurfürst Johann dem Beständigen geschenkt. Mit dem Umbau zum Wohnhaus entsteht die Lutherstube.

  • Juni 1534

    St. Marienkirche Dessau

    Luther hält sich in Dessau auf und hält vier Predigten in der Kirche.

  • Juni 1534

    Johannbau in Dessau

    Luther weilt mehrere Wochen in Dessau, um den von Schwermut befallenen Fürsten Joachim zu trösten.

  • 18. Januar 1542

    Naumburg Markt 13

    Luther erreicht Naumburg und nimmt Quartier im Haus der Witwe des Stadtschreibers Ambrosius Dörffer am Markt.

  • 20. Januar 1542

    Dom St. Peter und Paul in Naumburg

    Nikolaus von Amsdorf wird von Martin Luther zum evangelischen Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz ordiniert.

  • 21. Januar 1542

    Hassel ­ Romanische Dorfkirche

    Auf seiner Reise von Naumburg nach Zeitz soll Luther hier gepredigt oder eine Gebetsstunde gehalten haben.

  • 21. Januar 1542

    Zeitz – Schloss Moritzburg

    Nikolaus von Amsdorf bezieht auf der Bischofsburg seine Residenz. Auf seinem Weg von Naumburg nach Zeitz wird er unter anderem von Martin Luther begleitet.

  • 21. Januar 1542

    Rathaus in Naumburg

    Nikolaus von Amsdorf nimmt als evangelischen Bischof die Huldigung des Naumburger Rates und der Bürgergemeinde entgegen.

  • 22. Januar 1542

    Zeitz – Klosterkirche

    Luther predigt in der überfüllten Kirche. Zwei Tag zuvor hatte er Nikolaus von Amsdorf in Naumburg zum evangelischen Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz ordiniert.

  • 22. Januar 1542

    Zeitz – Dom St. Peter und Paul

    Nikolaus von Amsdorf hält als evangelischer Bischof des Bistums Naumburg-Zeitz in Anwesenheit von Martin Luther seine Antrittspredigt.

  • 11.-27. August 1544

    Zeitz – Schloss Moritzburg

    Luther besucht seinen Freund Nikolaus vom Amsdorf, um sich mit ihm über dessen schwierige Lage im Amt des evangelischen Bischofs von Naumburg-Zeitz auszutauschen.

  • 5. August 1545

    Merseburger Dom

    Martin Luther weiht den anhaltischen Fürsten Georg III. zum „Beistand in geistlichen Angelegenheiten“ des Bistums Merseburg und predigt mehrfach im Dom.

  • 24.-26. Dezember 1545

    Schloss Mansfeld

    Martin Luther hält sich zum letzten Mal auf dem Schloss Mansfeld auf. Zeit seines Lebens hatte er sich seinen Landesherren, den Graf von Mansfeld, verbunden gefühlt.

  • 23. Januar 1546

    Bitterfeld

    Auf seinem Weg von Wittenberg nach Eisleben übernachtet Luther in Bitterfeld.

  • 24. Januar 1546

    Landsberg ­ Doppelkapelle

    In der Nacht vom 24. zum 25. Januar 1546 soll Martin Luther mit seinen Söhnen und seinem Diener Ambrosius Rudtfeld in der Doppelkapelle übernachtet haben.

  • 28. Januar 1546

    "Kalte Stelle" bei Unterrißdorf

    Luther befindet sich auf dem Weg von Halle nach Eisleben und erleidet hier in Eiseskälte einen Herzanfall.

  • 15. Februar 1546

    Eisleben ­ St. Andreaskirche

    Von der noch heute vorhandenen Kanzel dieser Kirche hält Luther seine letzte Predigt, bevor er am 18. Februar 1546 in Eisleben stirbt.

  • 18. Februar 1546

    Eisleben ­ Markt 56

    Martin Luther stirbt in einem Haus am Markt. Durch eine Verwechslung geriet der tatsächliche Ort seines Todes in Vergessenheit.